Gelunge Tour "Rund um die Rosenthaler Vorstadt"

Veröffentlicht am 03.09.2013 in Abteilung

Am ehemaligen Grenzübergang Chausseestraße

Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, alle mit weithin sichtbaren SPD-Ballons am Rad ausgestattet, zählte die Tour "Rund um die Rosenthaler Vorstadt“, auf der den Interessierten aus unserem Kiez die Grenzen der gleichnamigen SPD-Abteilung näher gebracht wurden.

Im Vordergrund standen dabei die meist unbekannten Geschichten und Anekdoten aus dem historisch äußerst interessanten Gebiet: Etwa zwei Drittel der Abteilungsgrenzen sind identisch mit dem Verlauf der Berliner Mauer und schon alleine aus diesem Grund von besonderer Bedeutung.

So war vielen nicht bekannt, dass z.B. auf der Liesenstraße noch ein etwa sechs Meter langes Stück Original Vorderlandmauer zu sehen ist. Neben dem deutlich größeren und bekannteren in der Niederkirchnerstraße (am Bundesfinanzministerium) handelt es sich hierbei um das einzig erhaltene Original. Die ebenfalls zur Abteilung gehörenden Mauerreste an der Bernauer Straße sind zwar Original-Elemente, aber zum Aufbau der Gedenkstätte aus anderen Orten zusammen getragen worden.

Zum Mauerstreifen gehört auch das Gebiet des ehemaligen Stettiner Bahnhofs, dessen Gelände mittlerweile in einen Park umgewandelt wurde. Zu sehen ist nur noch der deutlich kleinere Stettiner Vorortbahnhof, in dem sich heute ein Restaurant befindet. Bei der Fahrt durch den Park konnten sogar noch alte Gleise der einst riesigen Bahnanlagen entdeckt werden.

Vorbei an der ehemaligen Grenzübergangsstelle Chausseestraße, die den sowjetischen vom französischen Sektor und damit Ost und West-Berlin voneinander trennte und in dem gerade mehrere hundert Wohneinheiten gebaut werden, ging es zum Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal. Dieses Ruhe-Areal mitten in der Stadt war vielen nicht bekannt und versetzte ebenso in Erstaunen wie einer der ganz wenigen noch an Originalstelle erhaltenen Grenztürme.

Auf dem weiter südlich liegenden Invalidenfriedhof wurde zunächst das Grab des Generals Scharnhorst besichtigt, dessen von Schinkel entworfenes Grabdenkmal zu den Höhepunkten der klassizistischen Grabmalkunst gehört. Seine Bedeutung erhielt das Denkmal vor allem durch die ebenfalls an der Erstellung beteiligten Bildhauer C.D. Rauch (Reiterstandbild Friedrich II. - Unter den Linden) und C.F. Tieck (Bildschmuck am Alten Museum und Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt).

Neu auf dem Friedhof ist eine der drei ehemaligen Glocken der Gnadenkirche. Die Kirche stand bis 1967 auf dem Gelände des Invalidenparks und konnte bei der Sprengung der Kirche gerettet werden. Nach einer langen Reise durch Ost- und West steht sie nun, noch etwas alleine und ohne weiteren Erläuterungen, auf dem Teil des Friedhofs, der zu Mauerzeiten unbetretbares Grenzgebiet war.

Nächste Station war das riesige Charitégelände, und hier insbesondere das kürzlich erst renovierte Tieranatomische Theater von Carl Gotthard Langhans (Brandenburger Tor), eingebettet in einen wunderbaren und teils verschlafen wirkenden Park direkt an der Luisenstraße. Dieses idyllische Kleinod war kaum jemanden bekannt und sollte daher die Überraschung des Tages werden.

Dem leicht aufziehendem Regen wurde zeitlich passend mit einer Kölsch-Pause in der „Ständigen Vertretung“ getrotzt.
Um dem rasenden Verkehr der eigentlich zur Abteilungsgrenze gehörenden Torstraße zu vermeiden, gings über die parallel verlaufende Linienstraße bis hinter den belebten und sowohl von Residenzlern und Touristen gleichermaßen besuchten Rosenthaler Platz bis zur Gormannstraße. Vorbei am Mauerpark und der Bernauer Straße erreichte man schließlich Beach-Mitte, die riesige Beachvolleyball-Anlage auf dem ehemaligen Gelände des Stettoner Bahnhofs.

Das Wetter ließ zu wünschen übrig, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bei Würtschen und Bierchen ließ man den Tag ausklingen – Wiederholung folgt.

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